K2 Expedition - Gerlinde Kaltenbrunner
Ihre Beraterin..

Ortszeit: am Vormittag – HALLO IM DEPOT!

Mit großer Erleichterung dürfen wir vermelden, dass Tommy und Ralf heute Vormittag Gerlinde, Maxut, Vassiliy und Darek im Depot am Ende der spaltenreichen Zone des Gletschers überglücklich in Empfang nehmen konnten. Nun geht es gemeinsam den restlichen Weg zurück ins Basislager und nach einer kurzen Rast, noch weiter hinunter bis ins Chinese Basislager. Dort warten bereits die Kamele und schon morgen beginnt der Rückweg in die Zivilisation.

Wir gratulieren dem gesamten Team und besonders Gerlinde von ganzem Herzen zum großartigen Erfolg der Expedition!

 

 

++ Update 10:00 Uhr Ortszeit – Weiter im Abstieg

Spät in der Nacht – nach Mitternacht – hat Gerlinde Lager IV auf 8000 m erreicht. Eine Weile später kam auch Darek unversehrt dort an. Vassiliy und Maxut entschieden im Biwak-Zelt auf 8300 m zu bleiben und sind von dort um ca. 07:00 Uhr heute früh gestartet und befinden sich im Moment kurz vor Lager IV.

Die Vier werden heute voraussichtlich bis Lager I auf 5300 m absteigen, dort eine letzte Nacht am Fuße des Nordpfeilers verbringen und morgen früh über den inzwischen extrem spaltigen Gletscher zu unserem Depot absteigen. Wo ich sie hoffentlich gesund und munter in Empfang nehmen kann.

Es sind von dort mit dem vielen Gepäck dann nochmals ca. 3 Stunden über den aperen K2 Gletscher bis in unser Basislager, welches Tommy und ich mittlerweile fast komplett abgebaut und die Ausrüstung soweit gereinigt haben.

Am Nachmittag soll es dann noch weiter ca. 3 ½ Stunden ins Chinese Basislager gehen, wo uns die Kameltreiber bereits erwarten werden.

Soweit die Pläne – zunächst müssen aber alle Vier den Abstieg gut schaffen. Hierzu wünschen wir Ihnen die notwendige Kraft und Konzentration, die über 2500 m Höhenmeter gut hinter sich zu bringen.

Sobald Gerlinde, Maxut, Vassiliy und Darek im Lager I werden wir dies wieder veröffentlichen.

GIPFEL ERREICHT!!!

Um 18:18 Uhr Ortszeit hat Gerlinde den Gipfel des K2 erreicht. Maxut und Vassiliy haben nicht mehr weit und auch Darek kommt hinterher.

Funkspruch 16:35 Uhr - Ortszeit

Gerlinde ist am Gipfelgrat zusammen mit Vassiliy angekommen. Maxut und Darek kommen hinterher.

Update - 16:15 Ortszeit

Um kurz nach 15:00 Uhr konnte ich zuletzt mit Gerlinde funken. Am Ende einer Phase des Aufstieges, wo auch auf der Rampe, die aus dem Japaner Couloir schräg hinauf zum Gipfelgrat führt nicht viel voranging.

Tiefer Schnee macht das Vorankommen fast unmöglich. An einer Stelle konnten wir von hier unten aus dem Basislager beobachten, wie die Vier in drei verschiedenen Richtungen ansetzten zu spuren, jeweils jedoch wieder wegen tiefen Schnee neu ansetzten mussten.

Es ist jetzt 16:00 Uhr und die beiden Führenden, von hier aus kann ich nicht sagen wer Voraus spurt, kommen wieder deutlich besser voran und haben fast das Ende der Rampe erreicht, und damit endlich, endlich den Gipfelgrat. Vielleicht sollte ich sagen Gipfelrücken. Ein eher breiter Rücken, an dem lt. den Aufnahmen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt eine Mulde ansetzt, die dann zum letzten Gipfelaufschwung führt.

Die Zeit ist vorangeschritten, das Wetter immer noch wolkenlos und soweit ich es hier von hier unten beobachten weitestgehend windstill.

Drücken wir weiter fest die Daumen! Für die zahlreichen guten Wünsche und die vielen geistigen Mitstreiter möchten ich mich vor allem im Namen von Gerlinde bedanken, das gibt Kraft und große Unterstützung, die immer noch notwendig ist.

Kurzmeldung 22.08.2011 20:30 Uhr Ortszeit

 

Gerlinde, Maxut, Vassiliy und Darek haben nach einem langen und anstrengendem Aufstieg und zum Teil tiefer Spurarbeit, am späten Nachmittag, bei besser werdenden Schneeverhältnissen entschieden, am höchsten erreichten Punkt (ca. 8300 m) diese Nacht zu biwakieren. Sie haben einen idealen Biwakplatz beim letzten Serac im Japaner-Couloir im Aufstieg Richtung Gipfel gefunden. Dort haben sie sich eine Plattform für ihr kleines Biwakzelt gegraben und sitzen jetzt bei den letzten Sonnenstrahlen im Zelt. Zum Abendessen gibt es Tomatensuppe und Tee.

Heute Nacht möchten sie um 12:00 Uhr Ortszeit starten und hoffen die letzten 300 Höhenmeter, trotz sicher nochmals zu erwartender anstrengender Spurarbeit, schaffen zu können.


 

Kurzmeldung 22.08.2011 - Fixier- und "Ruhe"-tag

 

Gestern Abend haben unsere vier Freunde eine schwierige Entscheidung getroffen: sie wollen den heutigen Tag als Fixier- und Ruhetag nutzen. Sie haben danach eine kalte Nacht auf knapp über 8000 m verbracht und sind heute morgen um 6:30 Uhr gestartet. Um die Route zu erkunden und um Fixseile in der Traverse ins Japaner-Couloir und dieses weiter hinauf anzubringen.

Gerlinde's Funkspruch zufolge haben die Vier tiefen Pulverschnee angetroffen, teilweise mit einem Deckel (d.h. einer dicken Kruste, die beim Drauf-Steigen einbricht). Das Vorankommen war entsprechend langsam. Während ich diese Zeilen schreibe haben sie ca. 150 - 180 Höhenmeter geschafft.

Das Wetter ist heute - wie auch gestern - perfekt. Es könnte besser kaum sein: keine Wolke am Himmel und kaum Wind.

Im Bild erkennt man im eingeklinkten Auschnitt Maxut, Vassiliy und Gerlinde im Aufstieg zwischen den Seracs im rechten Teil des Couloirs. Darek ist verdeckt - er ist etwa 50 m zurück.

Wenn alles nach Plan läuft und die Vier würden morgen sehr früh erneut starten können, würden sie natürlich eine schon getretene Spur und einige heute angebrachte Fixseile antreffen. Damit könnte Ihr Aufstieg bis zum heute höchsten erreichten Punkt deutlich schneller sein. Hoffentlich sind auf der linken Seite der breiten Steilrinne die Schnee-Verhältnisse etwas besser: die Sonne scheint dort länger hin und es müsste auch weniger windverfrachteter Schnee dort liegen.

 

 

Kurzmeldung vom 19.08.2011 – Lager II (6600 m) erreicht

 

 

Nach einer sehr anstrengenden Nacht in einem kleinen Biwakzelt, zu Viert auf der Felsschulter zwischen Lager I und Lager II, konnten Gerlinde, Maxut, Vassily und Darek heute um 15:30 Uhr Ortszeit Lager II erreichen.

Die Verhältnisse waren sehr anstrengend zum Teil bis hüfthoch Schnee. Die Vier haben vorgesehen Morgen wenn es die Spurarbeit und die Schneeverhältnisse zulassen nach Lager III (ca. 7250 m) aufzusteigen.

Gestern, am späten Nachmittag ist auch Tommy Heinrich ins Lager I abgestiegen um zusammen mit Ralf ins Basislager zurückzukehren. Sie sind beide inzwischen gut angekommen.

 

 

Kurzmeldung vom 18.08.2011 – Schwierige Schneeverhältnisse

Seit 00:00 Uhr bis aktuell 16:30 Uhr Ortszeit hat es an der Nordseite des K2 mit nur zwei Stunden Pause wieder ergiebig geschneit. Das Team um Gerlinde Kaltenbrunner kommt nur sehr langsam voran und biwakiert voraussichtlich auf der Felsschulter auf halber Strecke zwischen Lager I und Lager II. Ralf Dujmovits ist am frühen Vormittag wegen akuter Lawinengefahr im Einstiegs-Couloir ins Lager I zurückgekehrt und hat die Besteigung des K2 für sich beendet.

 

Kurzmeldung vom 17.08.2011 - Wartetag in Lager I

Den heutigen Tag verbringen Gerlinde, Ralf und das gesamte Team nochmals in Lager I (5300 m). Aufgrund des gestern doch ergiebig gefallenen Neuschnees, muss vor dem Aufstieg nach Lager II (6600 m) abgewartet werden, bis die Route durch Lawinenabgänge wieder sicher wird.

Heute konnte das Team beobachten, dass der Schnee relativ gut abrutscht und somit sind alle sehr zuversichtlich, morgen nach Lager II aufsteigen zu können. Der Wetterbericht sagt weiterhin stabileres und trockneres Wetter für Ende dieser Woche voraus.

Bei der Planung des Aufstieges und der Lagerkette wurde ein Ruhe/Wartetag am Berg eingeplant, so dass aus heutiger Sicht nach wie vor der Sonntag als Gipfeltag in Frage kommt. Ob sich der Sonntag bestätigt wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

 

Kurzmeldung vom 16.08.2011 - Es geht los!

Nach einigen wenigen Erholungstagen im chinesischen Basislager hat das Warten nun ein Ende – Gerlinde, Ralf und das gesamte Team sind heute Morgen für einen Gipfelversuch aufgebrochen. Aus heutiger Sicht ist als Gipfeltag Sonntag der 21. August geplant.

Wir drücken ganz fest die Daumen!

 

 

6. Newsletter Int. K2 North Pillar Expedition (12.08.2011)

Nachdem wir uns Ende Juli im chinesischen Basislager gut erholt hatten, brachen wir am 02. August nach Lager I auf. Ein langer, zum Schluss sehr spaltenreicher Aufstieg, bei dem wir uns fragten, wie oft wir wohl noch über den unwegsamen Gletscher hinauf steigen werden. Gut, dass wir mit dem Aufbruch noch einen Tag zugewartet hatten. An diesem Tag gingen durch die intensive Sonneneinstrahlung unzählige Lawinen ab und der Schnee konnte sich gut setzen.  Weiterlesen... 6. Newsletter K2 North Pillar Expedition.pdf [119 KB]

 

 

 

8. August 2011 - Kurzmeldung

Das K2 Team hat nach anstrengendem Aufstieg und Versicherungsarbeiten zwei Nächte auf knapp 8000m zugebracht. Dies wurde leider notwendig, da es am gestrigen Sonntag den ganzen Tag ergiebig schneite (ca. 30 cm). Heute versuchen sie Lager III zu erreichen und dann in ihr Basislager zurückzukehren, um dort einige Ruhetage verbringen. Den nächsten ausführlichen Newsletter erwarten wir Mitte der Woche.

 

5. Newsletter Int. K2 North Pillar Expedition

Schon während der letzten Tage am Berg - inzwischen über eine Woche her - hatte uns Charly angekündigt, dass wir uns erst mal mit ein paar Tagen weniger gutem Wetter würden abfinden müssen. So stand dann auch bald der Entschluss fest zum Sauerstoff-Tanken ins anfängliche Ausgangslager - auch Chinese Basecamp genannt oder der Name der Einheimischen "Sughet Jungal " - auf 3850 m abzusteigen. "Sughet Jungal" bedeutet so viel wie Urwald oder Dschungel aus Büschen. Und so hatten wir es auch von unseren ersten Tagen in Erinnerung. Wunderbar grün mit frischer, feuchter Luft, die den ausgetrockneten Atemwegen gut tut. Überall Wiesen und Büsche mit kleinen Bächen, dazwischen unsere persönlichen Zelte, ein Mannschafts- und ein kleines Küchenzelt, die wir für solche Rasttage hatten stehen lassen. Nach über vier Wochen im eher steinigen Italy-Basecamp am Rande des K2-Gletschers war es gut hier unten anzukommen.

So genossen wir auch ausgiebig Spaziergänge im Grünen und in der näheren Umgebung, wir konnten uns genüsslich ausruhen, Lesen und am Nachmittag bei starkem Wind aus dem Shaksgam-Tal unsere Geschicklichkeit mit Tommy's Lenkdrachen testen. Drei Nächte lang atmeten wir die "dicke" Luft und konnten uns prima erholen. Sogar die schrundigen Fingerspitzen und verbrannten Lippen heilten und so war es ein echter Gewinn abgestiegen zu sein.

Nach einem längeren Gespräch am Donnerstag Nachmittag mit Charly (Dr. Karl Gabl) - dem wir an dieser Stelle wieder einmal mehr für seine hervorragenden Wettervorhersagen danken möchten - stiegen wir gestern Nachmittag bestens ausgeruht in 5 Stunden wieder in unser eigentliches Basislager auf. Wo es andere Annehmlichkeiten gibt: vor allem der sehr motivierende Ausblick auf den K2 - der sich heute immer mal wieder zwischen den stürmisch dahin ziehenden Wolken zeigt - ist schon die halbe Miete für einen erneuten Start am Montag. Dann nämlich soll es wieder einige Tage brauchbares Wetter geben, während denen wir hoffen unser letztes Lager auf annähernd 8000m erreichen und einrichten zu können.

Für heute wieder beste Grüße von unserem völlig einsamen Basislager, Gerlinde mit Ralf und dem ganzen Team.